Dankbarkeit

Meine Mutter starb und verließ den Körper am 4. März 1987. Sie stand mir sehr nahe und ich trauerte eine lange Zeit, bis ich innerlich völlig gefühllos wurde. Während der Zeit als sie den Körper verließ, war ich glücklich, dass sie von ihren körperlichen Leiden befreit war, und Sri Chinmoy, mein spiritueller Meister, tröstete mich äußerlich und innerlich. Doch es fühlte sich an, als ob ein Teil meines Wesens gestorben wäre. Ich konnte nichts mehr fühlen. Acht Monate später schaute ich einen Stapel Beileidskarten durch, die ich aufgehoben hatte. Als ich anfing die liebenden Erinnerungen zu lesen, die die Menschen mit meiner Mutter teilten, begann ich zu weinen. Ich weinte und weinte, bis ich ganz erschöpft war. Ich wurde von einer emotionalen Flut überwältigt, nach der das Einzige, was ich noch zu tun fähig war, war, mich zum Schlafen hinzulegen. 

Ich erzählte niemandem, warum ich am nächsten Tag so traurig war. An diesem Abend rief Sri Chinmoy unser Meditationzentrum in Seattle an. Sri Chinmoy rief zu Ehren des Jahrestages der Gründung dieses Zentrums an. Er sprach mit jedem einzeln am Telefon. Das erste, was er zu mir sagte, als ich am Telefon war: “Gutes Mädchen, du kannst deine Mutter lächelnd und begeistert im Herzen deines Meisters sehen.” In diesem Augenblick erkannte ich Sri Chinmoys Einsseins-Tiefe. Eines Tages hoffe ich, dass ich meine tiefe Dankbarkeit erkennen werde. – Pipasa Glass (New York)

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