Sri Chinmoys Hilfe

Im Winter 1995, als meine Tochter Kalika vier Jahre alt war, wurde sie ernsthaft verletzt, als einige andere Kinder sie mit ihrem Schlitten anfuhren. Auf dem Weg zum Arzt konnte sie ihre Bewegungen nicht kontrollieren und sie verlor ihr Bewusstsein. Als wir beim Arzt waren, erlangte sie kurz das Bewusstsein und versuchte mit mir zu sprechen, doch dazu war sie nicht fähig. Das schockierte und erschreckte mich so sehr, dass der Arzt mich aus dem Zimmer schickte. Meine Schwester Medinee und ich begannen auf Sri Chinmoys transzendentales Foto zu meditieren und allmählich beruhigte ich mich. Später sagte mir der Arzt, dass Kalikas Gehirn verletzt war; sie würden sie per Hubschrauber in ein großes Krankenhaus in Freiburg bringen. Als ich im Krankenhaus ankam, lag sie im Koma. Die Ärzte sagten mir, dass auf dem Röntgenbild deutlich ein Gehirnschaden sichtbar war. Am zweiten Tag nach dem Unfall wurde der Gehirndruck so kritisch, dass sie operiert werden musste, um Blut aus ihrem Gehirn zu entfernen. Das Anschwellen blieb weiterhin ein Problem, da es die Funktion von wichtigen Gehirnzentren beeinflusste und ihre Bewusstlosigkeit verursachte. Die Ärzte sagten, dass die Gefahr bestünde, dass Kalika ihr Bewusstsein nicht mehr erlangen oder einen bleibenden Gehirnschaden davontragen würde.

 

 

Ich berichtete Shikha und Sutikhna davon und sie informierten sofort Sri Chinmoy darüber, der auf der Weihnachts-Reise war. Sutikhna rief mich jeden Abend an und fragte nach dem Befinden von Kalika, weil Sri Chinmoy über ihren Zustand informiert sein wollte. Nach dem Unfall lag Kalika zwölf Tage lang im Koma. Ihre Augen waren geschlossen und sie bewegte sich nicht. Wenn wir sie ansprachen, reagierte sie nicht. Doch die ganze Zeit über, wenn wir bei Kalika auf der Intensiv-Station waren, fühlten wir, dass dort eine sehr göttliche Atmosphäre herrschte. Ich war dankbar, meine Schwestern Shilpa und Medinee ebenso, dass wir bei unseren Besuchen jedes Mal Sri Chinmoys Anwesenheit ganz stark bei ihr fühlten. Wir ließen Sri Chinmoys transzendentales Foto neben Kalikas Kopf und spielten oft eine Kassette von Sri Chinmoy, wo er die Invocation singt. Die Krankenschwester erwähnte, dass sich dabei und wenn wir Supreme (was übersetzt “Höchster Herr” entspricht – ein von Sri Chinmoy gewählter Ausdruck für Gott) wiederholten, Kalikas Gehirn-Druck und die Lebenssignale immer verbesserten.

Zwölf Tage nach dem Unfall kam Kalika kam wieder zu Bewusstsein, konnte aber immer noch nicht sprechen. Als wir vom Krankenhaus nach Hause kamen, informierte ich Sutikhna, dass der Doktor sagte, Kalika würde wieder laufen und sprechen lernen müssen. Sutikhna sagte, sie denke nicht, dass Sri Chinmoy Kalika ihr Leben schenken und sie behindert lassen würde. Am nächsten Tag, als meine Schwester Shilpa und ich Kalika besuchten, erkannte sie Shilpa und rief sie beim Namen. Sie sagte zu mir: “Hallo Mama, ich hab dich lieb.” Ich war so glücklich und dankbar, dass Tränen meine Wangen hinunterliefen. Ich war so glücklich, dass nichts von dem, was die Ärzte vorausgesagt hatten, eintraf. Da Kalika nicht essen konnte, wurde sie zweieinhalb Monate lang intravenös ernährt. Obwohl sie viereinhalb Jahre alt war, verlor sie so viel Gewicht, dass sie nur noch 8 Kilogramm wog, weniger als ein einjähriges Kind gewöhnlich wiegt. Während dieser langen, schwierigen Zeit erhielten Kalika und ich sehr oft Besuch von Anami und meinen Schwestern Medinee und Shilpa und sie ermunterten uns. Ihre Unterstützung half wirklich, wenn ich am Kämpfen war.

Während dieser Monate gab es viele Untersuchungen. Kalika brauchte eine Operation an ihrer Bauchspeicheldrüse, aber die Ärzte wollten die Operation nicht machen, bis sie wenigstens 12 Kilogramm wog. Sie sagten, dass die Operation sehr schwierig war und dass es nur zwei Operationsärzte in Deutschland gab, die dies tun konnten. Man betrachtete die Operation auch als höchst riskant. Sri Chinmoy wurde über die Notwendigkeit dieser Operation informiert und er sagte: “Gut, gut.” Vor der Operation berichtete Kalika mir von einem Traum, den sie hatte: Jesus kam sie in einem roten Dhoti besuchen und sie bat ihn, zu ihrem spirituellen Meister Sri Chinmoy zu beten und ihr zu helfen. Mit Sri Chinmoys Hilfe gelang die zwölfstündige Operation sehr gut. Sie erholte sich viel schneller, als die Ärzte vorausgesagt hatten und nach drei Monaten im Krankenhaus konnten wir Kalika endlich nach Hause holen. Als Kalika später zur Nachuntersuchung ins Krankenhaus ging, sagten die Ärzte zu mir: “Was machen Sie? Geben Sie ihr alle Ihre Liebe? Die Tatsache, dass sie sich von diesem Unfall erholt hat, ist ein Wunder.” Die Krankenschwester, die mit der Intensivpflege betraut war, gab zu, dass sie wenig Hoffnung gehabt hatte, dass Kalika überleben würde.

Ich bin Sri Chinmoy für dieses Wunder so dankbar, weil ich tief in meinem Herzen weiß, dass Kalika ohne Sri Chinmoys übergroße Hilfe gestorben wäre. -Claudia Weber, Schaffhausen

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