Das Geburtstagsgeschenk

Vor einigen Jahren wurde ich während der August Celebrations, Feierlichkeiten zum Geburtstag meines spirituellen Meisters Sri Chinmoy in New York, plötzlich von einer großen schwarzen Biene gestochen, als ich außerhalb des “Aspiration Grounds”, eines Meditationsgartens mit Tennisplatz, in dem wir uns täglich zum Meditieren trafen, mit ein paar Mädchen Lieder einübte. Es schmerzte so sehr, als ob ich mit einem scharfen Messer gestochen worden wäre. Jeder Teil meines Körpers begann zu jucken. Seit meiner Kindheit bin ich nicht mehr von Bienen gestochen worden und hatte deshalb vergessen, dass ich damals wegen meiner Hyperallergie gegen Stiche im Krankenhaus gelegen hatte. Als Nishtha mich sah, erkannte sie, dass ich eine allergische Reaktion hatte. Sie fand genau die richtige Medizin und gab sie mir. Sie fragte mich immer und immer wieder: “Kannst du atmen?” Worauf ich antwortete: “Ja, ich kann atmen, aber mein Körper juckt mich überall, sogar meine Handflächen.” Ich schaute aus wie das Monster Frankenstein. Jeder Teil meines Körpers war geschwollen und man hätte glauben können, ich sei von hundert Bienen gestochen worden. Ich konnte kaum noch durch meine geschwollenen Augen sehen. Dann konnte ich plötzlich nicht mehr richtig atmen. Das was Nishtha gleich von Anfang an befürchtet hatte. Ich begann alles in Gelb zu sehen und wurde langsam ohnmächtig, während man versuchte mich ins Auto zu tragen, um mich in ein Krankenhaus zu bringen. In dem Augenblick, als ich ohnmächtig wurde, rief Sri Chinmoy in Annam Brahma an, dem Restaurant in dem Nishtha arbeitete, um zu fragen, was los sei. Shephali erzählte ihm alles. 

Sri Chinmoys unglaubliche okkulte Kraft arbeitete auf so eine Weise, dass ich augenblicklich mein Bewusstsein wieder erlangte und mich so gut fühlte, als wäre nichts gewesen. Nach fünf Minuten erreichten wir die Notaufnahme des Krankenhauses. Durch Sri Chinmoys Kraft schaute ich so gesund aus, dass sie meinen Fall nicht ernst nahmen. Sie sagten, sie hätten dringendere Fälle als den meinen. In diesem Moment zog Sri Chinmoy wohl seine Kraft zurück, so dass sie mir ihre Aufmerksamkeit schenken mussten. Augenblicklich begann ich alles wieder gelb zu sehen, dann viele schwarze Flecken und endlich fiel ich ohnmächtig direkt in die Hände der Krankenschwester, so dass sie mir die lebensrettende Spritze geben mussten. Später hörte ich, dass, wenn Personen, die diese Art von Hyperallergie haben, gewöhnlich sterben, wenn es ihnen nicht gelingt innnerhalb von zehn Minuten bis maximal einer halben Stunde ein Krankenhaus zu erreichen, um die lebensrettenden Injektionen zu erhalten. In meinem Fall waren ungefähr fünfundvierzig Minuten vergangen, seit ich gestochen worden war, weil ich noch etwa zwanzig Minuten mit den Mädchen am Tennisplatz gesungen hatte. Dann hatte ich Nishthas Medizin ausprobiert, welche die richtige war, jedoch nicht stark genug. Am nächsten Tag war mein Geburtstag und es ging mir ausreichend gut, so dass ich auf den Tennisplatz gehen konnte, um Sri Chinmoy zu sehen. Ich fühlte mich wie neu geboren und hatte Tränen der Dankbarkeit, als ich mich in Sri Chinmoys segensreicher Gegenwart befand. Geheim und geistig hatte er mein Leben gerettet. Er sagte nur: “Was für ein Geburtstagsgeschenk!” Alle glaubten Sri Chinmoy scherzte: Es sei ein ungewöhnliches Geburtstagsgeschenk, von so einer Biene gestochen zu werden und dann im Krankenhaus zu landen. Aber meine Seele und ich wussten, dass es Sri Chinmoys heiligstes Geburtstagsgeschenk war, in dieser kostbarsten von allen Inkarnationen, die mich zu meinem spirituellen Meister führte, mein Leben zu retten. -Gunthita Corda, Winterthur

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