Lebensverlängerung

Vor 7 Jahren landete ich unerwarteter Weise mit sehr ernsten Herzproblemen im Spital und 10 Minuten vor der geplanten Notoperation wurde ich auf wundersame Weise geheilt. Sri Chinmoy (sihe Bild) war über mein Problem informiert worden und hatte mir ausrichten lassen, dass seine ganze Liebe mit mir sei. In den Minuten, in denen die Heilung passierte – ich war schon vom Anästhesisten untersucht und vorbereitet worden – hatte ich das gleiche Gefühl wie ich es gelegentlich erfuhr, wenn ich Sri Chinmoy in New York besuchte und er meditierte. Mein Verstand wurde sehr ruhig, ich tauchte ganz in den Moment ein und der Moment war erfüllt von der Liebe und Gegenwart meines Meisters. Seine Gegenwart im Krankenzimmer war während der Minuten um meine Heilung herum wirklich zum Greifen spürbar, alles war so verklärt. Als ich Sri Chinmoy, der sich während meiner gesundheitlichen Krise auf einem anderen Kontinent aufhielt, daraufhin das nächste Mal persönlich traf, teilte er mir mit, dass er in der inneren Welt eine Lähmungskraft gesehen hatte, die sich mir in großer Geschwindigkeit näherte. Sri Chinmoy war wohl informiert worden, dass ich mit einem akuten Herzleiden ins Krankenhaus eingeliefert worden war, aber dass ein Hirnschlag (mit der Möglichkeit von verschiedenen Lähmungen) die am meisten gefürchtete Komplikation dieses Leidens ist, hatte man ihm nicht mitgeteilt. 

Vor einem Jahr wurde ich nun neuerdings mit ähnlicher Problematik im Spital aufgenommen, nur dass diesmal mein Herz nicht nur völlig arhythmisch schlug, sondern auch einem Geschwindigkeitsrausch zum Opfer fiel. Es stolperte für 30 Stunden in einer Geschwindigkeit dahin, als ob ich ständig sehr schnell laufen würde, dabei lag ich im Krankenhaus und war an Infusionen und medizinische Geräte gekettet. Wie bei der ersten Episode sprach keines der Medikamente an. Und wieder drohte mir ein Hirnschlag, das war das Beklemmende an der Geschichte. In diesem Zusammenhang musste ich ständig daran denken, dass Sri Chinmoy uns wiederholt wissen ließ, dass der Supreme (= der Höchste oder das Höchste – so nennt Sri Chinmoy Gott liebevoll) durch ihn, gelegentlich eine Lebensausdehnung schenkte. Sri Chinmoy sprach nur von einer “life-extension”, nicht von einer “Extinction” (Auslöschung) des schlechten Karmas, was mir viel sympathischer gewesen wäre. So dachte ich mir, habe ich durch die Gnade des Supreme immerhin 6 wertvolle Jahre gewonnen und jetzt sei eben endgültig die Zeit gekommen, das Karma zu ernten.

Zu meiner enormen Überraschung rief mich dann Sri Chinmoy persönlich im Spital an und es folgte eine ganze Reihe weiterer Telefonate mit ihm, was für mich eine völlig neue Erfahrung war. Vielleicht war diese drastische äußere Intervention nötig, um in mir die erforderliche innere Empfänglichkeit zu erwecken. Seine Worte waren so übervoll von Liebe und Anteilnahme, dass ich sprachlos, ja völlig übermannt von Liebe und Dankbarkeit war. Ich dachte mir dann in aller Aufrichtigkeit, selbst wenn es jetzt mit mir aus sein sollte, hat sich die Krankheit doch hundert Mal ausgezahlt. Könnte es ein schöneres Ende geben?! Obwohl mein Telefon sehr oft läutete, ging ich dann nur mehr dran, wenn ein Anruf aus New York kam, denn ich wollte in empfänglichem, reinen Bewusstsein bleiben und mich durch nichts ablenken lassen. Meine Eltern hatte ich gar nicht erst von meinem Problem informiert, denn ihre Sorgen hätten alles nur noch schlimmer gemacht. Aufgrund meines Berufes hatte man mir ein Einzelzimmer gegeben, das ich zu einem Meditationsraum umfunktionierte. Wegen der bedrohlichen Situation, in der ich mich befand, waren meine Gebete aufrichtiger als sonst und Sri Chinmoy deutete mehrmals an, dass er mit meiner Strebsamkeit (im Spital) zufrieden sei – es war aber, wie gesagt, in meiner Lage nicht schwer, aufrichtig innerlich zu schreien. Bei einem späteren Telefonat teilte ich Sri Chinmoy mit, dass die Ärzte nun dringend zu einer Intervention im Operationssaal rieten und die Zeit, in der ein solcher Eingriff ohne des Risikos eines Hirnschlages versucht werden könne, innerhalb weniger Stunden abliefe. Als ich Sri Chinmoy fragte, was ich machen solle, erinnerte er mich schelmisch daran, dass ich ja schließlich der Arzt sei. Und so wollte er wissen, was ich für das Beste hielte. Vom medizinischen Standpunkt war klar, dass nach dem Versagen aller medikamentöser Therapien der Operationssaal die letzte Wahl war. Aber ich antwortete, “Guru, ich habe keine eigene Meinung; ich bin immer nur deiner Meinung.” Es schien, als wäre Sri Chinmoy mit der Antwort zufrieden. “Lass dich nicht in den Operationssaal bringen”, sagte der Meister und dann hörte ich nur mehr das Tüten im Hörer, Sri Chinmoy hatte aufgelegt. Ich täuschte dann starkes Erbrechen und Migräne vor, um den behandelnden Ärzten einen Grund zu geben, auf den notwendigen Eingriff zu verzichten – denn eine Narkose kam unter diesen Umständen nicht in Frage.

Rund 2 Stunden später hatte ich wieder dieses intensive Gefühl, das ich oben schon beschrieben habe. Ich war plötzlich so überglücklich, die Welt war so perfekt, die Menschen alle so unglaublich lieb und ich so dankbar; ich sah innerlich Sri Chinmoy förmlich vor mir stehen, den Ausdruck seiner etwas entrückten, liebvollen Augen spürte ich sehr lebendig – so intensiv fühlte ich seine Aura! Und dann geschah es ein zweites Mal: Ich war plötzlich wieder von einer Sekunde auf die andere geheilt. Sofort läutete ich die Glocke, um von den Infusionen und von den diversen Kabeln, an denen ich hing, befreit zu werden. Bevor noch ein Arzt ins Zimmer kam, läutete schon das Telefon und Sri Chinmoy rief ins Telefon: “Arthada, how do you feel?! …”

Als ich damals meinen letzten Anruf von Sri Chinmoy erhielt, war ich schon wieder zwei Tage daheim, und die Worte, die er da sprach, werde ich für immer in meinem Herzen bewahren. Ich solle mir, sagte er, eines merken: Sobald ich ihm ein Problem mitteilen würde, ist es nicht mehr mein Problem. Dann ist es sein Problem … - Dr. med. P. Arthada (Wien)

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