Der rettende Tennisball

Vor vielen Jahren hatte unser Meister Sri Chinmoy die Angewohnheit, während der Wintermonate regelmäßig in unserer alten Meetinghalle seine Tennisschläge zu trainieren. Dazu benützte er eine Ball-Maschine, welche die Bälle mit einer beträchtlichen Geschwindigkeit über das Netz katapultierte, so dass er sie zurückschlagen konnte. Wir Schüler konnten dabei am Rand sitzen und zusehen. So saß ich also eines Vormittags und beobachtete das Geschehen. Dabei befand ich mich schon die ganze Zeit in einem schrecklichen Bewusstsein, war also trübseliger und gereizter Stimmung. Ich war mir dieses Zustands sehr wohl bewusst, jedoch so sehr ich mir auch wünschte, meinen dunklen Gedanken zu entkommen, ich schaffte es nicht, mich aus dieser Stimmung zu reißen.  Da dachte ich bei mir: „Was ich brauche, ist ein guter Schlag auf den Kopf, der mich aus diesem Stadium herausreißt!“ Kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, kam auch schon einer von Sri Chinmoys Schlägen aus der Bahn und der fehlgeleitete Tennisball traf mich seitlich am Kopf. Es war der perfekte Schlag! Der Meister entschuldigte sich vielmals bei mir, gleichzeitig konnte ich jedoch ein verschmitztes Grinsen in seinem Gesicht entdecken. Ich jedenfalls war zutiefst dankbar für meine prompte „Tennisball-Erleuchtung“.

- Kishore (Melbourne, AUS)

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