Konzert mit Hindernissen

Vor vielen Jahren wurde unsere Musikgruppe Mountain-Silence eingeladen, ein Konzert in Ungarn zu geben. Wie üblich sollte im Vorfeld fleißig gepostert werden, um das Konzert bekannt zu machen und das Publikum anzuziehen. Aber es war Winter und so unglaublich kalt, dass es unmöglich war auch nur ein Poster aufzuhängen, da der Kleister an der Mauer gefror, noch bevor das Poster an der Wand klebte. Andrea, die für das Konzert in Ungarn verantwortlich war, war hilflos. Es war von unseren ungarischen Freunden für unser Konzert eine sehr große Konzerthalle angemietet worden, und ohne Plakate war sie unmöglich voll zu kriegen. Aber bis zum Konzertabend bleib nur mehr eine Woche und es gab keine Hoffnung, dass sich das Wetter ändern würde. Um das Konzert im Radio oder im Fernsehen anzukündigen war nicht genügend Geld vorhanden.

In ihrer Verzweiflung schickte Andrea einen inneren Hilferuf an unseren Meister Sri Chinmoy. Da tauchte in ihr plötzlich die Idee auf, auf den Hauptbahnhof zu gehen um dort Flugblätter zu verteilen. Dort angekommen näherte sich ihr plötzlich ein Herr mit einer großen Videokamera und einem Mikrofon. Er erklärte, dass er vom nationalen Fernsehen beauftragt war die Leute zu befragen, wie sich bei ihnen dieses außergewöhnlich kalte Wetter auswirkte. Andrea begann von ihrem Problem mit den Postern zu erzählen und dass wir – Mountain Silence – schon in einer Woche da sein würden ohne dass sie dafür genügend Werbung machen könnte. Darauf meinte der Reporter: „Das ist kein Problem, sagen Sie alles, was Sie über das Konzert sagen wollen in die Kamera und tausende von Menschen werden es sehen und hören.“ Andrea traute ihren Ohren nicht, holte einmal tief Luft und begann fürs Fernsehen alles über unser bevorstehendes Konzert zu erzählen.

Am Konzertabend war die Halle berstend voll. So hatten wir den offensichtlichen Beweis, dass Gebet hilft, wenn man sich nur an die richtige Person wendet.

- Gunthita Corda (Winterthur/Schweiz)

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