Zeichnen war seine Leidenschaft

Sri Chinmoy (1931 – 2007) war seit seiner Jugendzeit ein kreati- ver Mensch. Er begann schon im Ashram in Südindien mit dem Malen von figürlichen Farbbildern. Als er dann 1964 einem inne- ren Auftrag folgend in den Westen nach New York emigrierte, fühlte er sich bald wieder in der Kunstwelt zuhause, obwohl dieses Mal in abstrakter Richtung. Es folgten Phasen intensivsten Schaffens mit Acrylfarben und 1975 stellte er einen Rekord mit dem Malen von über 16 000 Bildern innert 24 Stunden auf. 1991 begann eine weitere Stilrichtung das kreative Schaffen von Sri Chinmoy zu bestimmen. Er zeichnete während Jahren an allen Orten seines Wirkens sogenannte Seelenvögel, schnell skizzierte Zeichnungen von Vögeln: von kleinen mit Kugelschreiber gezeichneten Studien bis zu grossen Bildern, die wiederum aus vielen kleinen Vogelzeichnungen bestanden. Die erste öffentliche Ausstellung fand 1994 auf der Insel Fiji statt, als er während eines Urlaubs gerade wieder eine neue Serie geschaffen hatte. Es folgten viele weitere Ausstellungen in allen Teilen der Welt. Heute hinterlässt Sri Chinmoy ein kreatives Werk von über 150 000 Acrylbildern, die er “Jharna-Kala” (Quellenkunst) nannte sowie etwa 15 Millionen Zeichnungen seiner einzigartigen “Soul-Birds”.

 

Ich konnte selbst einige Male dabei sein, als er am Malen war, so z.B. in im New Yorker Stadtteil Queens auf seinem Aspiration-Ground, wie er seinen umfunktionierten Tennisplatz nannte; in China, als er ganz spezielle von der chinesischen Kunst inspirierte Vogelzeichnungen mit schwarzer Chinatusche schuf oder etwa in Guatemala (siehe Bild), wo er in Panajachel auf einer Fensterfront des Hotels Papierbahnen montieren liess und mit dem Filzschreiber spontane Kreaturen ins Leben rief.
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One Response to Zeichnen war seine Leidenschaft

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